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Online-Magazin - Magazine - Ausgabe 6 - 2001

 Die Kelten III

In unserer Serie über die Kelten möchten wir Euch über die Religion und die Mythologie der Kelten berichten. Das ist kein einfaches Unterfangen, denn die Hintergründe der keltischen Mythologie sind sehr komplex. Dazu kommt, daß wir Menschen heute den Vorstellungen einer Religion, die so stark mit der Natur verbunden ist, leider ziemlich entfremdet sind. Deswegen möchten wir zunächst eine allgemeine Einleitung in die Vorstellungswelt der Naturreligionen an den Anfang stellen. Es wird die Rede sein von Seelenglaube und Naturverehrung und von Aberglaube. Im zweiten Abschnitt folgt eine Einführung in die keltische Religion.

Eine Religion schöpft ihre Motive und Ideen aus vielen Quellen, und jeder Versuch, alle Aspekte einer Glaubensrichtung auf einen Ursprung zurückzuführen, legt eine nur sehr einseitige und eingeschränkte Betrachtungsweise offen.
Bei allen alten Völkern findet sich neben der Vorstellung von einem Fortleben der Seele über den Tod hinaus, auch die Vorstellung und der Glaube an die beseelte Natur, die den Menschen umgibt. Damit sind zwei Quellen der naturverbundenen Religionen, die Seelen- und die Naturverehrung, aufgezeigt, wobei beide eng miteinander verflochten sind.

In der Auffassung des Seelenglaubens gilt die ganze Erde und der Himmel als beseelt. Daraus ergeben sich verschiedene Vorstellungen über das Fortleben und den Aufenthaltsort der Seele, nachdem diese den menschlichen Körper verlassen hat, z.B.:

Seelenverehrung in Tiergestalt
Da gibt es beispielsweise die Verehrung der Seele in Tiergestalten. Der Mensch, der früher in der unmittelbaren Nachbarschaft der Tiere wohnte, mußte, um überleben zu können, deren Lebens- und Verhaltensweisen genau studieren. Dabei beobachtete er nicht nur, dass sie dem gleichen Prozeß von Leben und Sterben wie er selbst unterworfen sind, sondern er bewunderte vor allem ihren Mut, ihre Kraft und ihre Schlauheit. So mußten zwangsläufig auch die Tiere beseelt sein, und da der Mensch, vieles von ihnen lernen konnte, sprach er den Tieren eine erfahrene Seele zu. Es konnte die Seele eines Ahnen oder eines einst vertrauten Freundes oder Feindes sein.
In vielen Religionen nehmen bestimmte Tiere wie Schlangen, Kröten, Mäuse oder Vögel eine bedeutende Stellung bei der Seelenverehrung ein.

Seelenverehrung in Menschengestalt
Der schlafende Mensch lag wie ein Toter regungslos da. Man nahm an, dass die Seele während des Schlafens den Körper verläßt, um mit den Ahnen in Kontakt zu treten. Die Erfahrung des Traumes, in dem die Gestalt einer verstorbenen Person erschien, schrieb man der Seele jener Person zu, die Kontakt aufnahm, um zu warnen, um Recht zu fordern, um Rat zu erteilen oder um zu quälen.

Mit Gebeten und Gesängen wurden Bestattungen begleitet, Gräber mit verschiedensten Beigaben versehen, um die Seele in Menschengestalt auf dem Weg zu ihrem Aufenthaltsort zu begleiten. Die Totenpflege und der mit ihr verbundene Ahnenkult sind ein komplexes Gebiet. Sie hatten in allen Religionen einen hohen Stellenwert.

Aufenthaltsort der Seelen
Nachdem die Seele den Körper verlassen hat, hält sie sich entweder auf der Erde oder in Bergen auf oder zieht ins Seelenheim (Totenreich). Ausgehend von dieser Vorstellung verehrte man Orte, die besonders von Geistern heimgesucht wurden.

Hinter der Naturverehrung erhebt sich die Welt der Naturgeister und der großen, mächtigen Götter, die die Repräsentanten von Naturerscheinungen sind.
Die den Menschen umgebende Natur rief die Vorstellung von übernatürlichen und menschenähnlichen Wesen hervor. Diese waren, so die Vorstellung, viel mächtiger als der Mensch selbst. Die Geister der Natur und die Götter trotzten der Begierde der Menschen, sie konnten großen Schaden anrichten und sie konnten auch von ebenso großem Nutzen sein.
Neben den Hauptgöttern war die Natur belebt von Wasser-, Feld-, und Waldgeistern, von Zwergen und Riesen und Elfen und Wichten. Die Elfen verkörpern die geheimnisvollen, in der Stille wirkenden Kräfte der Natur. Die Riesen sind die Vertreter der ungezügelten Naturgewalten der Elemente.

Bei den unterschiedlichen Naturreligionen finden die Naturgeister ihre Erklärung und ihre Eigenschaften in der Umgebung, in der sie entstanden sind und sie charakterisieren Züge des Volkes, das sie verehrte.

Religiöse Vorstellungen, der Glaube an Götter und Geister und an eine beseelte Natur scheinen das bestimmende Element im Leben der Kelten gewesen zu sein. Übernatürliche Phänomene, die auf das Eingreifen von nicht-menschlichen Wesen zurückgeführt wurden, waren allgegenwärtig und eine Konfrontation mit ihnen unausweichlich.
Aktiv gelebte Religiosität oder Spiritualität war bei den Kelten keine Sache von bestimmten Feiertagen oder besonderen Anlässen. Der gesamte Alltag der Menschen war geprägt von Glaube und Aberglaube. Vieles, was wir heute noch an Aberglaube in unserer Gesellschaft transportieren, geht auf uralte Ursprünge zurück. Als Beispiel dafür sei der für viele Menschen heute noch als bedrohlich empfundene Freitag der 13. erwähnt, der in Zusammenhang mit der langen keltischen Woche und dem Mondzyklus steht. Was genau es damit auf sich hat und welche weiteren Reste von keltischer Mythologie sich in unsere Tage hinüber gerettet haben, soll Inhalt eines eigenen Abschnittes werden.
Zunächst sei festgehalten, daß die Keltologie reichhaltige Zeugnisse von religiösen Vorstellungen und Praktiken gesichert hat. Das gilt vor allem für die Religiosität der adeligen Oberschicht. Der Grund dafür liegt zum einen in der besseren Dokumentation von deren Leben durch die klassischen Schriftsteller, zum anderen in den reichhaltigen Grabfunden, die weltlichen Besitz voraussetzen.
Die Glaubenswelt der einfachen Menschen, der armen freien Bevölkerung und der Leibeigenen erschließt sich uns weit schwieriger, denn sie haben uns kaum etwas hinterlassen. Wie ihr gelebter Glaube aussah, läßt sich häufig nur noch vermuten und mühselig rekonstruieren.
Daß es Unterschiede zwischen der Religiosität der führenden Schichten und der einfachen Leute gab, hängt zusammen mit dem göttlichen Ideal der Kelten und der keltischen Gesellschaftstruktur. Es sei an dieser Stelle an die ersten Kapitel dieser Serie erinnert, in denen beschrieben wurde, daß eine keltische Elite durch Eroberung und Landnahme in weiten Teilen Europas über eine ursprünglich nicht-keltische Bevölkerung herrschte.
Der von den Kelten mitgebrachte Glaube vermischte sich zu einem gewissen Grad mit dem der Urbevölkerung, wobei die einfache Bevölkerung wohl eine eher folkloristische Glaubensauffassung beibehielt, während die keltische Führungsschicht einen eher intellektuellen Glaubensstil pflegte. Ein Phänomen übrigens, das sich auch im christlichen Mittelalter zeigt.
Trotz aller Erkenntnisse, die bereits über die Religion der Kelten gewonnen wurden bleiben die beiden Hauptprobleme, die sich durch die gesamte Keltenforschung ziehen, bestehen:
Zum einen die fehlenden authentisch keltischen Schriftquellen, zum anderen die riesenhafte Ausdehnung des Keltenreiches in Zeit und Raum mit allen seinen lokalen und zeitlichen Unterschieden und Besonderheiten.

Vor allem der bewußte Verzicht auf schriftliche Übermittlung von Wissen, ist ein Eckpfeiler keltischer Religiosität und Kultur. Die geistigen und kulturellen Führer der Kelten, die Druiden und die irischen fili, kultivierten die Tradition der mündlichen Überlieferung und machten sie so gleichsam zu einem Markenzeichen keltischer Kultur. Der Grund für ein solches Verhalten mag im eifersüchtigen Hüten von Wissen und Lehre zu sehen sein – nichts davon sollte an die Ohren blasphemischer Außenseiter dringen. Jahrelang dauerte die Ausbildung eines Druiden. Jahrelang hatte er von seinem Meister zu lernen. Mühsam hatte er sich uraltes geheimes Wissen anzueignen. Dieses Wissen sollte den keltischen Menschen vorbehalten bleiben. Der sicherste Schutz, es vor fremdem Zugriff zu bewahren war es, es nur in den Köpfen einiger berufener und niemals auf Papier oder Stein festzuhalten.

Der zweite Punkt, die räumliche und zeitliche Ausdehnung der keltischen Welt, stellt die Forschung vor die Frage, ob man überhaupt von einer keltischen Religion sprechen kann?
Die Antwort lautet ja. Das Bemerkenswerte an der keltischen Religion ist ihre Homogenität in wesentlichen Aspekten. Natürlich gab es regionale Unterschiede. Das Stammeswesen begünstigte eine Ausbildung von lokalen Sitten und Gebräuchen. Bei einer räumlichen Ausdehnung vom Atlantik zum Schwarzen Meer, vom Mittelmeer zum Baltikum gab es ökologische, ökonomische und sprachliche Unterschiede. Und dennoch – es herrschte bei allen keltischen Menschen eine große Ähnlichkeit bei der Durchführung von Ritualen, die Arten der Kulte glichen sich sehr und vor allem teilte die keltische Welt die gleiche Auffassung vom Verhältnis zwischen natürlich und übernatürlich.
Der keltische Mensch nahm sich als Teil einer Gemeinschaft wahr. Selbst wenn ein Stamm religiöse Eigenarten entwickelte, so geschah das doch im Rahmen eines größeren Ganzen, das niemals aus den Augen gelassen wurde.
 

Woran glaubten die Kelten?

Die meisten Griechen und Römer der antiken Welt glaubten, daß mit dem physischen Tod der erstrebenswerte Teil einer Existenz aufhörte. Der Mensch ging nach seinem irdischen Leben in ein Schattenreich über, aus dem es kein Entrinnen mehr gab.
Als sich die Römer auf den Weg machten, das nördliche Europa zu erobern, stießen sie auf Menschen, die an die Unsterblichkeit der Seele glaubten. Sie hielten diese Vorstellung für, gelinde ausgedrückt, irrational und suchten nach einer rationalen Erklärung für solch eine Geisteshaltung. Cäsar vermutete, daß der Glaube an eine unsterbliche Seele den Kriegern Mut im Kampfe verleihen sollte, denn die Vorstellung von einem angenehmem Weiterleben nach dem Tode nahm diesem den Schrecken.
Für die Kelten war das Leben an sich eine unerhört große Kraft, ein unerschöpfliches Potential, ein großer Kreislauf, aus dem immer wieder geschöpft wurde. Über das, was nach dem Tode eines Menschen mit ihm und seiner Seele geschehen würde, existierten parallel oder abwechselnd verschiedene Überzeugungen.
Unterschiede – auch beim Forschungsstand – gab und gibt es zwischen den Nachtod-Auffassungen der Festland- und der Inselkelten.

Da auf die einzelnen Jenseitsvorstellungen der Kelten im folgenden noch genauer eingegangen werden soll, sollen an dieser Stelle zunächst nur die , allgemeinen keltischen Ideen von einer Existenz nach dem Tode skizziert werden.
Ganz wesentlich für die Religion und die Mythologie der Kelten ist der Glaube an die Existenz einer Anderswelt. Diese Anderswelt existiert wie eine zweite Dimension parallel zur Menschenwelt. Sie liegt an keinem anderen Ort, sie ist überall und nirgends. Der irdische Mensch kann sie mit seinen Sinnen nicht, oder doch nur selten, wahrnehmen und doch existiert sie zur gleichen Zeit, am gleichen Ort. Die Anderswelt der Kelten war in deren Vorstellung der uns erfahrbahren sehr ähnlich, doch folgt sie anderen Gesetzmäßigkeiten, zum Beispiel was den Ablauf der Zeit angeht. In der Anderswelt waren die Gesetze von Tod und körperlichem Verfall ausgehebelt. Sie war der Hort ewiger Jugend, Schönheit, Wahrheit, Weisheit und Heldenmut.

Die Anderswelt ist die Wohnstatt der Götter, der göttlichen Wesen, der Geister, Dämonen, Feen und Elfen und in die Anderswelt geht der Verstorbene über, um dort ein anderes, dem irdischen sehr ähnliches, Leben zu führen.
Das erklärt auch, warum die Gräber der Fürsten mit allen lebensnotwendigen Gegenständen des täglichen Lebens ausgestattet wurden.
Parallel oder, wie gesagt, abwechselnd zu dieser Auffassung existierte der Glaube an eine Seelenwanderung, d.h. Wiedergeburt in menschlicher Gestalt. Dieser Glaube ging sogar soweit, daß Schuldscheine auf das nächste Leben ausgestellt und akzeptiert wurden. Bei den Wiedergeburts-Anhängern war die Auffassung verbreitet, daß die Seele für eine unbestimmt lange oder kurze Zeit in der Anderswelt verweilen würde, bis sie in einen neuen menschlichen Körper schlüpfen würde.

Dabei waren die Wesen der Anderswelt keineswegs körperlos, denn in den Festhallen der Anderswelt wurde gefeiert und gekämpft, man verliebte sich und zeugte Kinder. Die Grenzen zwischen der diesseitigen und der jenseitigen Welt waren durchaus durchlässig. In den Mythen ist häufig die Rede davon, daß die Druiden ihr magisches Wissen in der Anderswelt erlangten und daß sich die Fürsten und Fürstinnen in Helden oder Prinzessinnen der irdischen Welt verliebten und diese in ihr Reich holten. Allerdings war es für die Wesen der Anderswelt leichter, die Welten zu wechseln als für den Menschen dieser Welt.
Ob ein Mensch nach dem Tode in die Anderswelt übergehen konnte war keine Frage seiner Gesinnung oder seiner guten und schlechten Taten. Hier gab es keine Belohnung oder Bestrafung - der Übergang war jedem eine Selbstverständlichkeit.
Allerdings gibt es gerade bei den Festlandkelten doch Quellen, die auf die Existenz eines göttlichen Gerichts hindeuten. Auf dem berühmten Kessel von Gundestrup ist Teutates zu sehen, der in seinen Händen zwei Krieger gegeneinander aufwiegt. Beiden Kriegern ist als Symbol ihrer Tapferkeit und Kampfkraft ein Eber zur Seite gestellt. Der eine Eber ist dürr und klein, währender der andere groß und füllig dargestellt ist. Unter dem Krieger mit dem feisten Eber ist ein geflügeltes Pferd zu sehen, das ihn sicher in die Anderswelt geleiten soll. Auf den Krieger mit dem popeligen Eber wartet ein Wolf oder Hund, der ihn verschlingen wird. Die Szene wird dahingehend gedeutet, daß der feige Krieger sein Recht auf das Bestehen im ewigen Lebenskreislauf verwirkt hat.

Auf einen sehr elitären Aspekt des Andersweltglaubens deutet die Tatsache hin, daß nur Fürsten, geistige Führer und Reiche in Gräbern bestattet wurden, die auch als solche zu bezeichnen sind. Nur ihnen wurden Beigaben für ein Weiterleben mitgegeben. Die einfache Bevölkerung scheint, so der derzeitige Kenntnisstand, noch nicht einmal ordentlich begraben worden zu sein. Sie wurden ohne viel Aufsehen irgendwo unter die Erde gebracht und dienten gleichsam als Kompost für das große Lebenspotential. Es ist noch nicht eindeutig geklärt, ob auch die einfache Bevölkerung auf ein Weiterleben in der Anderswelt oder auf eine Wiedergeburt hoffen durfte.
 

Wie waren die Götter der Kelten?

Der Olymp der Kelten zählt viele Götter. Die herausragensten von ihnen werden wir Euch später genauer vorstellen. Allgemein läßt sich sagen, daß die Vorstellung von einem Gott oder einer Göttin nicht statisch war. Seine oder ihre Person war nicht unveränderlich, seine oder ihre Eigenschaften nicht auf ewig festgelegt so wie es z.B. in der christlichen Religion der Fall ist. Die Götter der Kelten durchliefen in der Dauer ihrer Anbetung mehrere Metamorphosen und sie erfuhren Anpassungen an jeweils aktuelle Situationen. Alle Götter haben ihre eigene Geschichte. Manche sind uralt und haben ihre Wurzeln in vorkeltischen Gesellschaften, mache Götter waren einst mythische Helden und Heldinnen, die im Laufe der Zeit eine Vergöttlichung erfahren haben.
Aufgrund ihrer Wandelbarkeit fiel es den Kelten in der Zeit der römischen Herrschaft nicht schwer, ihre Götter mit den Göttern der Besatzer zu vereinigen. Häufig finden sich Heiligtümer an denen gallo-römische Gottheiten verehrt wurden. Als Beispiel mag der keltische Gott Belenus (der Scheinende, Glänzende, Helle) gelten. Seine Wesenheit weißt Komponenten des römischen Gottes Apollo auf. Sowohl Belenus als auch Apollo waren zuständig für Heilung. Beide wurden mit Sonne und Wasser assoziiert. Als Apollo Belenus war er sowohl den Kelten als auch den Römern ein vertrauter, verehrungswürdiger Gott.

Die keltischen Götter waren nicht nur stark und mutig – das wären den Kelten zu wenig gewesen. Für sie mußte ein Gott auch ausgeprägte intelektuelle Fähigkeiten besitzen. Die keltischen Götter und Halbgötter waren weise, sie waren sehr genau mit der religiösen Lehre vertraut. Man findet unter ihnen Propheten und Poeten, Geschichtenerzähler und Handwerker, Zauberkundige, Heiler und Krieger. Oft vereinigen sich mehrere Eigenschaften in einer Gottheit. Die Göttinnen und Götter, die Halbgötter und die Helden und Heldinnen der Mythen repräsentieren alle Qualitäten, nach denen die keltischen Menschen selbst strebten und die sir doch im Laufe eines Lebens nie erreichen konnten.
In der Vorstellung der Kelten waren ihre Götter immer und überall präsent. Der Umgang mit ihnen war immer bedrohlich oder sogar gefährlich. Man mußte sich gut mit ihnen stellen, um in den Genuß ihrer Hilfe und Großzügigkeit zu kommen.
Die Götter und Geister der Natur bestimmten so das gesamte Alltagsleben der keltischen Bevölkerung. Opfergaben und kleine persönliche Ritualhandlungen oder Abwehrsprüche gegen üblen Zauber waren an der Tagesordnung.
Der Glaube und der Aberglaube ließ die Menschen kaum eine Handlung begehen, ohne dabei der Götter oder der übernatürlichen Mächte zu gedenken.
Kein Haus wurde gebaut, ohne eine Opfergabe in dessen Fundament zu versenken und die größte Strafe für einen Missetäter war es, von den kultischen und rituellen Handlungen ausgeschlossen zu werden.

Text: Annett & Christine
Zeichnungen: Stefan
 

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