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Online-Magazin - Künstlerportraits

 Sarah claudia baumann
geb. haas

  • 22.4.62 – ostersonntagskind (man bemerke dazu den geburtsnamen)
  • Volkommenes theaterkind
  • Mutter schauspielerin – vater (verleugnet sich zwar, ich weiß trotzdem daß er schauspieler, kameramann und noch mehr in die richtung ist)
  • Pflegefamilie bestehend aus schauspielern…. Also keine andere chance – oder?!
     
  • Mit 6 hab ich zum ersten mal auf der bühne gestanden – wenn man die zeit im bauch der mutter nicht mitrechnet – stimmt, in welchen rollen hab ich da eigentlich schon mitgespielt?
  • Mit 8 hab ich in einer rolle (ich spielte ein jüdisches kind das in die gaskammern geführt wurde) einfach nicht trennen können zwischen geschichte und meinem leben – ich habe jeden abend auf der bühne geweint.
     
  • Andere nicht ganz so alte stücke sind - die reihe von links nach rechts:

  1. frauenkrieglustspiel - thomas brasch – 1992 TIB frankfurt
  2. die geschlossene gesellschaft – sartre – 1991 TIB frankfurt
  3. der dibbuk – an ski – 1989 theaterei herrlingen
  4. endspiel – beckett – c.1995 theater zwischen den ufern – frankfurt
  5. antigone nach sophokles – ca. 1996 tagträumer frankfurt

 

  • Zum nebensteheneden bild.

Premiere 2005 „es war die lerche“ von ephraim kishon (A. Herdt/Shakespear…F. Geisler/Romeo….S.Baumann/Julia)

Ich spiele die julia nach 30 jahren ehe; die alte amme, allen bekannt aus dem originalstück und die 14 jährige tochter von den beiden(?).

Diese stück liebe ich, es ist theater im theater und macht echt spaß zu spielen, vor allem wegen der extremen wechsel in den rollen, das bedeutet körperlich, stimmlich und vom innenleben her innerhalb kürzester zeit ein anderer mensch zu sein.
 

  • Zum nebenstehenden bild:

Premiere 2003/ gehört zu meiner besonderen eigenproduktion - läuft auch jetzt noch ab und an: „schwester“ nach dem gleichnamigen roman von keto von waberer.

Hier habe ich mit der improvisationsmethode gearbeitet. Der roman hat mir gefallen, ich zog mir textfetzen heraus, habe dazu improvisiert, und mich danach entschieden was ich wie drinnen haben will und was nicht so wichtig ist. somit war den roman dramatisiert, auch die regie gab es in dem sinne nicht, ich habe mir zum schluß zwei menschen gesucht, denen ich einen klaren blick und ehrlichkeit zutraue und die mir geholfen haben wie ein zuschauer zu sehen, längen zu zeigen, mängel oder auch mut zu machen bestimmte dinge stärker auszuspielen. Sehr schöne arbeit.

  • Bevor ich 1990 nach frankfurt kam war ich 10 jahr in einem team in ulm „theater in der westentasche, das war toll – 10 jahre gemeinsam entwickeln, wachsen, 10 jahre festes zuhause…Leider gibt es das heute fast nicht mehr – solche feste gruppen, das war ein echtes privileg.
     
  • Meine erste hauptrolle war – der kleine prinz – exupery. ich finde das nach wie vor ein ganz tolles buch – aber nach ca. 800 vorstellungen konnte ich es erst mal nicht mehr sehen, hören…
  • meine lieblingsrolle ist in goethes faust die hexe – ich scheine eine lust am bösen zu haben – allerdings entstand die nachdem man mir dauernd aufgrund meiner lieblichen, zarten, netten ausstrahlung auch ebensolche rollen gegeben hat – irgendwann wollte ich nicht mehr nett sein.
     
  • Meine erste regie führte ich so um 1994 mit der amateurgruppe camäleon in bad vilbel – „sams“ von paul maar, das hat die kinder sehr erfreut – da erlebte ich auch die ersten schrecklichen internen kämpfe, die regievorstellungen in teams auslösen können: „die mag dich mehr als mich, du hast dich eingeschleimt, warum bekommst du immer die hauptrollen, ich sollte doch….“ U.ä.m. eine rolle konnte ich nicht aus der gruppe besetzen, da hab ich sogar jemand im cafe angesprochen ob er nicht lust hätte theater zu spielen, er würde so gut auf die rolle passen. Das hat geklappt. – nein, ich habe ihn nicht generell vom theaterspielen überzeugen können, aber diese eine arbeit war wohl ein erlebnis für ihn.

     
  • Seither arbeite ich regelmäßig mit amateurgruppen, bilde aus, inszeniere – auch eine linie in der theaterwelt, die große freude macht.
     
  • Davor, dazwischen und nebenher habe ich sekretärin gelernt, 3 kinder bekommen, abitur nachgemacht, studium (leider nur für ein jahr), eine therapeutische ausbildung (systemisch) und war immer noch irgendwie brötchentechnisch berufstätig. Inzwischen hab ich übrigens 2 enkel (da täte ich ja nichts zu?! Naja – ich bin trotzdem stolz) … ich scheine mehrere leben zu haben, viel power und eben lebenslust!

Und jetzt hab ich mir meinen t-raum erfüllt – ein eigenes kleines zimmertheater. und dafür erarbeite ich gerade „madame b. oder der rausch“ eine sehnsuchts-show nach dem roman von flaubert madame bouvary und mit dem percussion künstler günter bozem entwickle ich ein kabarettprogramm – - - titel noch geheim….

sarah c. baumann
Dezember 2005
 

Den aktuellen Spielplan im t-raum (Offenbach/Main) findest du auf der Website:

www.of-t-raum.de   -  Kontakt: info@of-t-raum.de

Ausserdem finden im t-raum verschiedene Ausstellungen (z.B. Fotoausstellungen), Entspannungstrainings und vieles mehr statt.

 

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